CCrasse Sache: Bilder für umsonst?

Oft gelesen, selten erklärt: die Creative Commons Lizenz ist eine geniale Erfindung zur öffnenden Legalisierung geistigen Eigentums. Doch was darf man nutzen, was nicht? Und was muss man beachten?

Falsch kann man vieles machen. Es beginnt damit, dass man die Lizenz nicht richtig beachtet, gegen falsch benannte Lizenzen gab es im Jahr einige Klagen, die erfolgreich waren. Oder man stellt von Urheberseite die Lizenz falsch ein, wovor spätestens dieser Fall warnen sollte. Creative Commons sind kein Freifahrtschein. Wenn man ein Bild, das man nicht selbst gemacht hat, veröffentlicht, muss klar sein, dass andere Rechteinhaber Ansprüche gegen einen haben. 2001 in Harvard initiiert wurden die ersten Lizenzen veröffentlicht, unter welchen Urheber Inhalte veröffentlichen können. Alle gängigen Lizenzen sind in Deutschland in bestimmten Formen seit 2004 legitimiert und richterlich bestätigt.

Eine Creative Commons-Lizenz setzt sich aus  mehreren Bestandteilen zusammen. Das „CC“ zu Beginn einer jeden weist sie als Lizenz aus, was danach folgt beschreibt, was man als User beachten muss:

Lizenzname Das darf man Das muss man
BY Das Bild bearbeiten und teilen Den Urheber nennen, die Lizenz benennen und die Änderungen kennzeichnen.
BY-SA Das Bild bearbeiten und teilen Alle Erfordernisse der BY-Lizenz sowie: Wenn man das Bild bearbeitet hat muss man es unter derselben Lizenz veröffentlichen.
BY-ND Das Bild teilen BY-Lizenz + Man darf das Bild bearbeiten, dieses dann aber nicht veröffentlichen.
BY-NC Das Bild teilen und bearbeiten BY-Lizenz + Man darf das Bild nicht für kommerzielle Zwecke nutzen.
BY-NC-SA Das Bild teilen und bearbeiten Kombination aus BY, NC und SA-Lizenz: man darf das Bild nicht verkaufen und auch nicht unter einer anderen Lizenz als dieser weitergeben.
BY-NC-ND Das Bild teilen Das Bild nicht bearbeiten, nicht kommerziell nutzen und den Namen des Urhebers nennen.
CC0 Alles Nichts

Ergo setzt sich eine Lizenz aus folgenden Teilen zusammen: BY (Urheber), No Derivatives (keine Veränderung), Share Alike (Weitergabe unter denselben Bedingungen) und Non Commercial (keine kommerzielle Nutzung).

Was man noch beachten muss sind die Definitionen:

Bearbeiten bedeutet: remixen, ändern und in sonstiger Weise direkt darauf aufbauen. Eine reine Formatänderung gilt gemeinhin nicht als Bearbeitung.

Kommerziell bedeutet: der Nutzer zielt primär auf eine Vergütung oder andere kommerzielle Vorteile ab

Namensnennung bedeutet: man muss adäquat auf den Urheber hinweisen. „Foto von Flickr“ reicht also nicht und genausowenig „Foto von Adrian Malzer“ in Schriftgröße 0.5, richtig wäre: „Foto: Adrian Malzer, PalmerMalzer, Flickr, CC-BY-SA 3.0 DE“

Die Zahl hinter der Lizenz bedeutet im übrigen die aktuell gültige Lizenz (immer: 3.0) in der Bundesrepublik (= DE), die muss man ebenfalls nennen.

Alle Informationen, auch die Langfassung der Lizenzen, findet man hier: http://creativecommons.org.

Alle hier genannten Informationen sind in keiner Weise rechtlich bindend oder ersetzen im Zweifelsfall einen anwaltlichen Rat sondern spiegeln ausschließlich meine privaten Erfahrungen wider.

Den Text weise ich übrigens unter BY-NC-ND 3.0 DE aus.